... newer stories
Dienstag, 3. Juli 2012
What the ...?
neverever, 23:23h
Mampf. Schluck. Würg.
Der Raum war erfüllt von Essgeräuschen, einzig und allein von dem wieder etwas farbigerem Patient in dem Bett kommend. Essensreste flogen um ihn herum, auf dem Nachtisch standen schon eine Reihe von leeren Tellern, der langsam drohte umzufallen. Sein Nachthemd war schon mit Flecken übersät, im Augenblick musste aber eher die Bettdecke leiden. Kein Wunder, wenn man auch direkt darüber isst.
Zorro saß jetzt bestimmt schon eine geschlagene halbe Stunde daneben und konnte nur den Kopf schütteln. Wie konnte diese Leiche nur mit so einem Hunger essen, wo er doch noch vor einer knappen Stunde zitternd in der Ecke gesessen hatte und sich vor alles und jedem gefürchtet hatte? Besonders, was war wohl passiert, dass er sich so fürchtete?
Interessiert musterte der Student den Jungen jetzt doch näher. Er war klein für sein Alter, das Zorro inzwischen durch die Krankenakte herausgefunden hatte, 19. Sein Körper war recht schlank, obwohl er unter dem Nachthemd ein paar Muskeln vermutete, was man an den leicht bläulich scheinenden Adern an den Armen eigentlich ablesen konnte*. Schwarze, halblange Haare lagen ihm über den Ohren, struppig und ohne einen wirklichen Haarschnitt. Unter dem rechten braunen Auge hatte er eine kleine Narbe. Was Zorro jedoch auf auffiel, war ein kleiner Bluterguss auf der Unterseite des rechten Arms.
„Hey, woher hast du das denn?“
Stille.
Zorro schaute hoch.
Und stoß einen Lacher aus.
Der Typ war eingeschlafen!
Eingeschlafen während dem Essen! Obwohl, das schien er wohl leer gegessen zu haben …
Der Student räumte die Teller weg und brachte sie zu dem brummigen Krankenpfleger namens Simon.
„Denkst du, ich hab‘ nichts anderes zu tun als dein Geschirr abzuwaschen?!“
Und so musste Zorro die dreckigen Teller wohl oder übel selber abspülen.
‚Warum mache ich all das hier überhaupt? Ist ja nicht so, als ob ich die Pflicht hätte oder was bekommen würde.‘
Aber irgendwie hatte der Grünhaarige auch das Gefühl, hier bleiben zu müssen, nach dem Jungen zu schauen. Er hatte ihn schließlich gerettet. Hatte er dann auch die Verantwortung?
‚Unsinn.‘
Und doch: als er das Geschirr fertig gespült hatte, ging er mit ein paar wenigen Schritten zurück in das Krankenzimmer und setzte sich auf den am Bett stehenden Stuhl.
~//~
Er schreckte aus dem Schlaf herauf und flog daraufhin fast vom Stuhl, konnte sich aber noch gerade fangen und den Stuhl wieder in die richtige Position rücken. Als er aufschaute, starrten in 2 große, neugierige Augen an.
„Ähm … Morgen?“, erwiderte er zögernd und vorsichtig dem Jungen gegenüber.
„Hm, wer bist du denn?“
„Äh, ich- … also ich bin- … Ich heiße Zorro.“
„Hm, dich kenne ich aber nicht. Naja, auch egaaal. Ich bin Ruffy!“
Zu überrascht von dem Verhalten des Jungen war Zorro erst mal perplex. Da wachte er auf und verhielt sich plötzlich völlig normal, ohne irgendwelche Ängste und Furcht? Okay, zugegeben, das war dann doch eher der Wortlaut eines kleinen Kindes, aber trotzdem …
„Waah, was hab ich denn an? Und wo bin ich überhaupt? … Woaah, hier ist ja alles voller Geräte!“
Und Zorro konnte immer noch nicht anders als den Jungen einfach nur anzustarren. Was war hier zum Teufel noch mal los? Hatten sie etwa die Patienten vertauscht, als er geschlafen hatte?
„Hey, weißt du was ich hier mache? Das ist ja echt voll komisch!“
„Du … *räusper*.Also erst mal, das hier ist ein Krankenhaus. Ich habe dich in einer Gasse in East-Harlem gefunden, weißt du nicht mehr? Du warst kurz vor dem Tod!“
„Kurz vor dem Tod? … Hä?“
Zorro fuhr auf. „Was heißt hier ‚Hä‘! Sag mal, haste jetzt auch noch dein Gedächtnis verloren?“
„Hey, schrei mich nich‘ so an! Warum sollte ich denn bitteschön kurz vor dem Tod auf der Straße liegen? Das ergibt doch keinen Sinn, man!“
Zorro starrte Ruffy noch eine Weile an, bevor er sich zusammen nahm und wieder auf seinen Stuhl setzte. Keine Chance, bei dem war doch alles verloren. Da konnte man nur mit dem Kopfschütteln.
„Ähm, sag mal, hast du noch was zu essen?“
„Essen? Du hast doch gerade erst ein paar Kilo Fleisch verdrückt!“
„… Hab ich? Hm … Ich hab‘ aber Hunger!“ Trotzig schaute der Schwarzhaarige den Studenten an.
Und der? Der konnte nur mit dem Kopf schütteln.
--------------------------------------
*Hierbei meine ich keine Verletzungen, sondern: Ruffy hat eine dünne Haut (kleiner Körperfettanteil), deswegen scheinen seine Adern durch.
Der Raum war erfüllt von Essgeräuschen, einzig und allein von dem wieder etwas farbigerem Patient in dem Bett kommend. Essensreste flogen um ihn herum, auf dem Nachtisch standen schon eine Reihe von leeren Tellern, der langsam drohte umzufallen. Sein Nachthemd war schon mit Flecken übersät, im Augenblick musste aber eher die Bettdecke leiden. Kein Wunder, wenn man auch direkt darüber isst.
Zorro saß jetzt bestimmt schon eine geschlagene halbe Stunde daneben und konnte nur den Kopf schütteln. Wie konnte diese Leiche nur mit so einem Hunger essen, wo er doch noch vor einer knappen Stunde zitternd in der Ecke gesessen hatte und sich vor alles und jedem gefürchtet hatte? Besonders, was war wohl passiert, dass er sich so fürchtete?
Interessiert musterte der Student den Jungen jetzt doch näher. Er war klein für sein Alter, das Zorro inzwischen durch die Krankenakte herausgefunden hatte, 19. Sein Körper war recht schlank, obwohl er unter dem Nachthemd ein paar Muskeln vermutete, was man an den leicht bläulich scheinenden Adern an den Armen eigentlich ablesen konnte*. Schwarze, halblange Haare lagen ihm über den Ohren, struppig und ohne einen wirklichen Haarschnitt. Unter dem rechten braunen Auge hatte er eine kleine Narbe. Was Zorro jedoch auf auffiel, war ein kleiner Bluterguss auf der Unterseite des rechten Arms.
„Hey, woher hast du das denn?“
Stille.
Zorro schaute hoch.
Und stoß einen Lacher aus.
Der Typ war eingeschlafen!
Eingeschlafen während dem Essen! Obwohl, das schien er wohl leer gegessen zu haben …
Der Student räumte die Teller weg und brachte sie zu dem brummigen Krankenpfleger namens Simon.
„Denkst du, ich hab‘ nichts anderes zu tun als dein Geschirr abzuwaschen?!“
Und so musste Zorro die dreckigen Teller wohl oder übel selber abspülen.
‚Warum mache ich all das hier überhaupt? Ist ja nicht so, als ob ich die Pflicht hätte oder was bekommen würde.‘
Aber irgendwie hatte der Grünhaarige auch das Gefühl, hier bleiben zu müssen, nach dem Jungen zu schauen. Er hatte ihn schließlich gerettet. Hatte er dann auch die Verantwortung?
‚Unsinn.‘
Und doch: als er das Geschirr fertig gespült hatte, ging er mit ein paar wenigen Schritten zurück in das Krankenzimmer und setzte sich auf den am Bett stehenden Stuhl.
~//~
Er schreckte aus dem Schlaf herauf und flog daraufhin fast vom Stuhl, konnte sich aber noch gerade fangen und den Stuhl wieder in die richtige Position rücken. Als er aufschaute, starrten in 2 große, neugierige Augen an.
„Ähm … Morgen?“, erwiderte er zögernd und vorsichtig dem Jungen gegenüber.
„Hm, wer bist du denn?“
„Äh, ich- … also ich bin- … Ich heiße Zorro.“
„Hm, dich kenne ich aber nicht. Naja, auch egaaal. Ich bin Ruffy!“
Zu überrascht von dem Verhalten des Jungen war Zorro erst mal perplex. Da wachte er auf und verhielt sich plötzlich völlig normal, ohne irgendwelche Ängste und Furcht? Okay, zugegeben, das war dann doch eher der Wortlaut eines kleinen Kindes, aber trotzdem …
„Waah, was hab ich denn an? Und wo bin ich überhaupt? … Woaah, hier ist ja alles voller Geräte!“
Und Zorro konnte immer noch nicht anders als den Jungen einfach nur anzustarren. Was war hier zum Teufel noch mal los? Hatten sie etwa die Patienten vertauscht, als er geschlafen hatte?
„Hey, weißt du was ich hier mache? Das ist ja echt voll komisch!“
„Du … *räusper*.Also erst mal, das hier ist ein Krankenhaus. Ich habe dich in einer Gasse in East-Harlem gefunden, weißt du nicht mehr? Du warst kurz vor dem Tod!“
„Kurz vor dem Tod? … Hä?“
Zorro fuhr auf. „Was heißt hier ‚Hä‘! Sag mal, haste jetzt auch noch dein Gedächtnis verloren?“
„Hey, schrei mich nich‘ so an! Warum sollte ich denn bitteschön kurz vor dem Tod auf der Straße liegen? Das ergibt doch keinen Sinn, man!“
Zorro starrte Ruffy noch eine Weile an, bevor er sich zusammen nahm und wieder auf seinen Stuhl setzte. Keine Chance, bei dem war doch alles verloren. Da konnte man nur mit dem Kopfschütteln.
„Ähm, sag mal, hast du noch was zu essen?“
„Essen? Du hast doch gerade erst ein paar Kilo Fleisch verdrückt!“
„… Hab ich? Hm … Ich hab‘ aber Hunger!“ Trotzig schaute der Schwarzhaarige den Studenten an.
Und der? Der konnte nur mit dem Kopf schütteln.
--------------------------------------
*Hierbei meine ich keine Verletzungen, sondern: Ruffy hat eine dünne Haut (kleiner Körperfettanteil), deswegen scheinen seine Adern durch.
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories